Neue Patientin aus Rendsburg zur zentrischen Bissnahme. Unterschied einer Knirscherschiene zu einem Aufbissbshelf zum Nachweis einer CMD!!!

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Bereits gestern hatte sich die Patientin erstmalig vorgestellt.

Das Leistymptom der Patientin besteht in starken Kopfschmerzen, beideitig mit einem Beschwerdelvel zwischen "6 bis 10".

Die Beschwerden begannen im Jahr 2000 ohne erkennbare Ursache.

Zugempfindlichkeit

Kribbeln in den Fingern

Schwindel

Wandernde Beschwerden in den Kiefern

Unerklärliche Sehstörungen

Druck hinter den Augen

Watte im Ohr Gefühl

gehören u.a. zum Beschwerdebild.

Seit 2015 hat die Patientin das Gefühl ihre innere Mitte verloren zu haben.

Trotz scheinbar guten Nachtschlafs fühlt sich die Patientin morgens wie gerädert!

Herstellung eines adjusiterten Aufbissbshelfs zum Nachweis einer CMD.

 

Sehr gut zu erkennen:

 

Bei den Modellen in habitueller (Zwangsbisslage), siehe oben, also der Bisslage, die der Zahnarzt im Mund sieht, sieht alles gut aus!

 

 

Bei der Betrachtung der Modelle, die im Artikulator in einer neuromuskulär zentrierten Bisslage montiert sind, siehe unten,  erkennt man unschwer, dass die Patientin im Seitenzahnbereich "Vorkontakte" hat, die dazu führen, dass die Frontzähne nicht mehr in Kontakt miteinander geraten. Mit etwas Übung und Geduld kann man diese Situation auch im Munde der Patientin darstellen.

 

An diesem Fall ist darzustellen, worin der Unterschied einer Knirscherschiene zu einem adjustierten Aufbissbehelf, der zur Diagnose einer CMD eingesetzt wird, besteht.

 

Eine Knirscherschiene wird auf Modellen hergestellt, die "mittelwertig in einen "Mittelwertartikulator in habitueller Bisslage eingestellt werden! Es wird also die Bisslage genommen, die der Patient hat, wenn er zusammen beißt! Als Gelenkwerte wird einfach ein Durchschnittswert genommen, von dem Niemand weiß, ob er auf diesen Patienten überhaupt zutrifft. Warum das so gemacht wird? Weil es wenig Aufwand erfordert und billig ist!

Sinn: Der Patient soll den Kunststoff kaputt knirschen und nicht mehr seine Zähne!

Problem: Den Muskeln, Gelenken, Bändern ist es egal, ob der Patient seine Zähne kaputt knirscht, oder aber den Kunststoff! Die schmerzhaften Gewebestrukturen werden weiterhin fehl- und überlastet und machen daher auch weiterhin Beschwerden!

Ergebnis: Die funktionellen Beschwerden bleiben, egal, ob der Patient die Knirscherschiene trägt oder nicht.

Diese Knirscherschiene wird von der Gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt und nichts anderes!

Fazit: Mit Bezug auf die Beschwerden einer CMD: Für den Patienten sinn- und nutzlos!

 

Ein adjustierter Aufbissbehelf zum Nachweis einer CMD wird auf Modellen hergestellt, die in neuromuskulär zentrierter Kondylenposition nach den individuellen Kiefergelenkwerten des Patienten in einen "volladjustierbaren Artikulator" eingestellt werden!

Sinn: Die funktionellen Beschwerden, u.a. auch mögliches Zähneknirschen/pressen, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Sehstörungen, Blähungen, Ohrenbeschwerden sollen sich reduzieren, am besten verschwinden, solange der Aufbissbehelf getragen wird! Wird der Aufbissbehelf nicht getragen, kommen die Beschwerden wieder. Prinzip der Reproduzierbarkeit!

Problem: Sehr aufwändige Einstellung der statischen und dynamischen Okklusion im Bereich weniger 1/1000 Millimeter! Sehr zeitaufwändige Vorgehensweise, fast immer in mehreren Sitzungen zu erbringen! Aufwändig und daher teuer!

Dieser Aufbissbehelf ist nicht zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung zu erbringen!

Fazit: Das einzige Gerät mit dem der kausale Zusammenhang zwischen Störungen der Okklusion und den vorliegenden Beschwerden im Sinne einer Nachweisdiagnostik ob des Vorliegens einer CMD geführt werden kann.

 

Kann man aus einer Knirscherschiene einen Aufbissbehelf zum Nachweis einer CMD machen?

Im Prinzip:  JA!

In der Realität:  Nein! Viel zu aufwändig, die Neuerstellung eines adjustierten Aufbissbehelfs ist billiger!

Kann man mit einem "Gesichtsbogen" aus einer "Knirscherschiene" einen "adjustierten Aufbissbehelf" machen?

Klare Antwort: Nein! Das Geld können Sie sich sparen!

Was braucht man also noch, außer den Gipsmodellen und einem Gesichtsbogen, wenn man keine Knirscherschiene, sondern einen adjustierten Aufbissbehelf herstellen will?

Registrate zur Fixierung der Position des Unterkiefers zum Oberkiefer in einer neuromuskulär zentrierten Kondylenposition!

Wer stellt üblicherweise Knirscherschienen und "Aufbissbehelfe" her?

Der Zahntechniker!

Wer stellt im CMD CENTRUM KIEL die "adjustierten Aufbissbehelfe her?

Dr. von Peschke

 

Fazit: Ein bisschen "neudeutsch" formuliert könnte man sagen:

Ein "adjustierter Aufbissbehelf" zum Nachweis einer CMD ist bezüglich einer "Knirscherschiene" abwärtskompatibel!

Eine "Knirscherschiene" ist aber nicht "aufwärtskompatibel"!

 

Wenn Sie bisher gelesen und verstanden haben, dann wird Ihnen auch folgendes klar!

Wenn ein Patient aus einem "adjustierten Aufbissbehelf" zum Nachweis einer CMD, über die Phase der Diagnostik hinaus ein Übergangstherapie macht, und den Aufbissbehelf nicht mindestens alle vier Wochen kontrollieren und korrigieren lässt, dann wird über kurz oder lang aus dem "adjustierten Aufbissbehelf" zum Nachweis einer CMD eine "Knirscherschiene".

Wenn der Patient dann aber mit dieser "Knirscherschiene", die dann irgendwann keine Beschwerdelinderung mehr erbringt, kommt und möchte, dass wir daraus wieder einen adjustierten Aufbissbehelf machen sollen, dann lehnen wir das ab, weil es billiger ist einen neuen "adjustierten Aufbissbehelf" herzustellen!

Die Kosten für die regelmäßigen Kontrollen und Korrekturen betragen einen Bruchteil der Kosten eines neuen Aufbissbehelfs!

Und so schließt sich dann der Kreis!

 

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